Seniroenadvent 2011

LAUDENBACH. Es war eine stimmungsvolle Feier zum ersten Advent, zu der viele Laudenbacher Senioren beider Kirchengemeinden auf Einladung der Gemeindepfarrer Fritz-Norbert Wenzler und Winfried Wehrle in das vorweihnachtlich liebevoll geschmückte evangelische Gemeindezentrum gefunden hatten. Der ökumenische Seniorenadvent hat Tradition und stimmt alljährlich auf die besinnliche Zeit des Jahres ein. Entsprechend hatte das Organisationsteam um das Ehepaar Ilse und Gottfried Krieck sowie Rosemarie Schwarz vom Kirchengemeinderat für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt, zu dem Pfarrer Wenzler als „Hausherr" die jeweils verbindenden Worte fand. So hatte der Posaunenchor, diesmal unter Leitung von Peter Probst, seine gern gehörten Auftritte. Auf der Gitarre begleitet von Thomas Horn sorgte der Kinder- und Jugendchor „Fontäne" mit seiner neuen Leiterin Christine Horn mit seinen chormusikalischen Miniaturen für Überraschung.

„Weihnachten in Europa" war der thematische Rahmen, den die Veranstalter diesem Adventsnachmittag gegeben hatten. Damit waren die Senioren zu einer kleinen musikalischen Reise eingeladen, zu der jedes Land beim gemeinsamen Singen das passende Adventslied beisteuerte. Rosemarie Schwarz und Fritz Norbert Wenzler begleiteten den kurzweiligen länderübergreifenden Ausflug auf Gitarre und Harmonium. So schuf der Pfarrer, unterstützt vom Flötenkreis um Waltraud Seefrid, den feierlichen Rahmen für ein besonderes Ereignis: er verabschiedete Ilse und Gottfried Krieck nach vielen Jahren der ehrenamtlichen Seniorenarbeit.

Das Ehepaar – Gottfried Krieck war nach vierzig Dienstjahren als Pfarrer in den Ruhestand getreten – kam 1996 nach Laudenbach. Ein Lebensabend in Muße und Beschaulichkeit aber kam für die Kriecks nicht in Frage; sie wollten sich, so wie sie es schon zuvor getan hatten, auch künftig der Männer- und Frauenarbeit widmen. Da kam der große Laudenbacher Frauenkreis nach der Demission der bisherigen Leiterin gerade recht und Ilse und Gottfried Krieck übernahmen die Seniorenarbeit der Kirchengemeinde. Eine große Hilfe sei das gewesen, bemerkte Pfarrer Wenzler dankbar. Er wisse, dass das Ehepaar Krieck diese Tätigkeit als Dienst und Aufgabe gesehen habe und Gottfried Krieck ergänzte: „Es lag uns am Herzen, den Menschen Auge und Ohr für Gott zu öffnen". Nun aber werde die Arbeit immer anstrengender, der Lebenskreis werde enger, es stellten sich „Ermüdungserscheinungen" ein. „Wir wünschen uns, gemeinsam in relativer Gesundheit beisammen bleiben zu dürfen", sagen die beiden
Achtzigjährigen, die fünfzig Jahre in der Frauen- und vierzig Jahre in der Männerarbeit gewirkt haben. Ein äußeres Zeichen des Dankes sieht die Kirche für den ehemaligen Pfarrer Gottfried Krieck nicht vor, der sich aber ebenso über den Dank der Kirchengemeinde und den herzlichen Beifall der Laudenbacher Senioren freute. Und über die Auszeichnung seiner Gattin: Pfarrer Wenzler überreichte Ilse Krieck mit der „Goldenen Ehrennadel" die höchste Auszeichnung, die der evangelische Oberkirchenrat für das uneigennützige Ehrenamt zu vergeben hat. he